Seit 2008 gibt es den Schluchtensteig, einen Fernwanderweg durch den Schwarzwald von Stühlingen nach Wehr. Der Wanderweg erstreckt sich über 118 km und wird in 6 Tagesetappen unterteilt. Wer den Schwarzwald kennt, weiß, dass sich der Winter manchmal ungemein festbeisst und so ist die beste Wanderzeit von Mai bis November.
Um nicht vom rechten Weg abzukommen, ist der Schluchtensteig durchgehend beschildert. Man erkennt ihn an dem Schluchtensteigsymbol (siehe rechts) und den Schildern des Schwarzwaldvereins. Angenehm zu laufen da nur ca. 1/6 der gesamten Wegstrecke asphaltiert ist.
"Der Schluchtensteig entstand als Kooperationsprojekt, an dem alle Gemeinden entlang der Wanderroute, der Schwarzwaldverein, der Trägerverein des Naturparks Südschwarzwald und die Schwarzwald Tourismus GmbH beteiligt waren. Die Wanderstrecke wurde 2006 projektiert und 2007 angelegt und ausgeschildert; 2008 ging der Schluchtensteig mit einer offiziellen Einweihung am 05. Juni in seine erste Saison." (geschichtliches von wikipedia.de)
Quer durch den Schwarzwald verläuft der 118 km lange Schluchtensteig und viel Sehenswertes, Informatives und Aufregendes gibt es während der 6 Etappen zu erkunden, so z.B.:
- die Museumsbahn "Sauschwänzlebahn" in Blumberg und eine der ältesten Mühlen in Blumegg
- Besichtigung der Schautafeln des ehemaligen "Bad Bolls" und die kleine noch bestehende Kapelle
- Stallegg, das älteste Flusskraftwerk in Baden
- die St. Cyriaks-Kapelle im Lenzkircher Schwendetal
- der berühmte Dom St. Blasien
- Bergwerk Hoffnungsstollen in Todtmoos
- und natürlich viel Natur rund um den Schluchsee, in der Wutachschlucht, im Kräutergarten Ibach und ..... vieles mehr!
Kurze Zusammenfassung der 6 Tagesetappen:
1. Etappe: Sie starten am Bahnhof in Stühlingen und gehen am Ortsausgang rechts entlang der Wutach zum Bahnhof Weizen, ein Bahnhof der Museumsbahn "Sauschwänzlebahn". Ab hier führt der Schluchtensteig auf dem Ostweg weiter. Bei Lausheim-Blumegg führt der Weg Sie in die Wutachschlucht, durch das Naturschutzgebiet Wutachflühen. Danach trennt sich der Schluchtensteig wieder vom Ostweg, bevor er auf der Ottilienhöhe auf den Querweg Freiburg-Bodensee trifft. Immer weiter hinauf zur Gipfelhütte des Buchbergs, anschließend wieder steil bergab nach Blumberg.
2. Etappe: Sie verlassen den Querweg und wandern durch die kleine Schlucht des Schleifenbachs zurück zur Wutach, kurz vor Achdorf. Nach einem breiten Tal erreichen Sie die Wutachmühle. Anfangs noch rechts der Wutach, wechseln Sie kurz nach Aselfingen auf die linke Seite und befinden sich wieder auf dem Querweg. Bei dem Sägewerk Wutachmühle können Sie sich am Kiosk des Waldparkplatzes kurz stärken, bevor Sie durch ein enges, schluchtartiges Tal vorbei an der Gauchachmündung über die überdachte Holzbrücke marschieren. Vorbei an Wutachaustritt und - versickerung, der Schurhammerhütte und weiter zum ehemaligen "Bad Boll". Dann noch ein letzter Gang bis zur Schattenmühle.
3. Etappe: Rechts der Lotenbachklamm erklimmen Sie den Hang und kommen zum "Räuberschlössle" und anschließend zum Flusskraftwerk Stallegg. Vorbei an den Mündungen des Rötenbachs und der Haslach in Richtung Lenzkirch. Unterhalb von Kappel führt Sie der Steig entlang des Mühlbachs durch einen Tunnel wieder hinab zur Haslach bis zur Lochmühle und weiter nach Lenzkirch. Ein kurzes Stück gehen Sie den Mittelweg Pforzheim-Waldshut, um anschließend durch das Schwendetal in den Schluchseer Ortsteil Fischbach zu gelangen.
4. Etappe: Ab dem Haus des Gastes führt Sie der Bildsteinweg in einen weiteren Ortsteil von Schluchsee - nach Aha und somit auch an das Ufer des Sees. Sie wandern zur Schwarzwälder Vesperstube Unterkrummenhof, bevor Sie den Ortsteil Blasiwald kennenlernen. Vom Muchenland gehen Sie zum Rastplatz Pfaffenbrünnle und über Almwiesen hinab zur Althütte. Vorbei an der Sandgrube geht es steil bergab durch die Windbergschlucht bis nach St.Blasien.
5. Etappe: Durch den Kurgarten verlassen Sie wieder St.Blasien, entlang des Lusthausfelsens bis zum Aussichtsturm auf dem Lehenkopf. Weiter geht's über Rüttewies und Horbach zum Klosterweiher. Dann hinauf zur Friedrich-August-Grube, heute ein Spielbergwerk und Naturschutzgebiet. Nach Oberibach kommen Sie an der Wehraquelle vorbei bis zum Ibacher Kreuz. Durch das obere Wehratal erreichen Sie Todtmoos.
6. Etappe: Über die Wehratal-Klinik und den Weiherweg kommen Sie nach Schwarzenbach und anschließend zur Zumkeller-Säge. Auf dem Wehratalweg gehen Sie erst links, dann rechts, bevor Sie auf einem naturbelassenen Pfad vorbei an einem Wildgehege den Ortsteil Todtmoos-Au erreichen. Sie gehen den Schwandhaldenweg durch ein enges, schluchtartiges Tal. Ein schmaler Pfad führt Sie danach am Berghang der Wehra entlang. Durch den Wald gehen Sie zum Ausblick der Felsenhütte und dann auf der anderen Schluchtseite entlang. Sie erreichen den Wehra-Stausee und somit den Hotzenwald-Querweg, überqueren die Staumauer und gelangen nach Wehr.
.... und sind somit am Ende des Schluchtensteigs angekommen!